Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des DELF-Sprachdiploms erhielten alle Schülerinnen und Schüler aus Bayern mit dem Sprachniveau B2 die Möglichkeit eine Bewerbung für ein Treffen mit dem französischen Generalkonsul zu schreiben. Aus all diesen Bewerbungen wurden neben mir noch acht weitere Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern ausgewählt. So trafen wir uns am 20. Juli im französischen Konsulat in München.

Von Fremden zu Gesprächspartnern:

Am Anfang waren wir Schüler uns fremd, doch die gemeinsame Aufregung, das Interesse an der französischen Sprache und die ähnliche schulische Situation verband uns. Schon nach kurzer Zeit unterhielten wir uns über unsere DELF-Ergebnisse und unsere vorbereiteten Fragen für den Generalkonsul. Während der einstündigen Gesprächsrunde begegneten wir uns alle auf Augenhöhe, was die Atmosphäre sehr angenehm machte. Durch unsere unterschiedlichen Fragen an den Konsul wurde ein breites Spektrum an Fragen gestellt:

  • Wie sieht der Alltag eines Diplomaten aus?
  • Welche Afgaben hat ein Konsulat in Bayern?
  • Wie blickt der Konsul auf die französische Präsidentenwahl im nächsten Jahr?

So entstand bereits nach kurzer Zeit ein Dialog mit spannenden Meinungen, klugen Fragen und lebhaften Diskussionen.

„Zuhören ist wichtiger als Reden“:

Der Generalkonsul zeigte sich als sehr sympathischer und nahbarer Gastgeber. Er nahm sich die Zeit all unsere Fragen umfangreich und ausführlich zu beantworten. Zudem gab er auch persönliche Einblicke in seine Karriereentscheidungen. Auf die Frage, warum er nach München und nicht etwa nach Berlin in die große Politik gegangen ist, lächelte er und antwortete München sei für ihn die bewusste und richtige Entscheidung gewesen. Ein Satz des Diplomaten blieb mir dabei besonders im Gedächtnis: „In meinem Beruf ist Zuhören wichtiger als Reden.“ Dies spürten wir auch an diesem Nachmittag während des Gesprächs.

Ein unvergesslicher Nachmittag:

Der Besuch im Generalkonsulat war für mich weit mehr als nur ein Termin im Rahmen des 20-jährigen DELF-Jubiläums. Er war eine inspirierende Begegnung mit der Diplomatie auf Augenhöhe und ein Nachmittag, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Elisabeth Littl, Q12