Am 3.3.2026 inszenierte das Tourneetheater Lutz Hübners Jugenddrama „Das Herz eines Boxers“ für die Jahrgangsstufen 8 und 9.
Das Theaterstück erzählt von einer Freundschaft, bei der Jung und Alt voneinander lernen. Der Zuschauer blickt zu Beginn des Stückes in das triste Zimmer eines Altenheimes, in dem der ehemalige Preisboxer Leo seine Tage apathisch absitzt. Die Handlung setzt ein, als der 16-jährige Jojo, der wegen eines Mofadiebstahls Sozialdienst im Altenheim ableisten muss, die Ruhe des alten Mannes stört. Er hat die Aufgabe einen Kasten zusammenzubauen. Da Leo den Jugendlichen ignoriert, redet dieser mit sich selbst und man erfährt, dass Jojo eigentlich unschuldig ist und die Strafe für einen Bekannten auf sich genommen hat, um einem Mädchen zu imponieren. Aber auch Leo ist nicht freiwillig in der geschlossenen Abteilung dieses Altenheims, denn er hat einen Pfleger geschlagen und gilt nun als gemeingefährlich. Im Laufe der 7 Szenen des Stückes entwickelt sich zwischen diesen sehr unterschiedlichen Protagonisten eine Freundschaft, die beiden eine neue Perspektive für die Zukunft aufzeigt.
Die in Alltagssprache gehaltenen Dialoge des Zweipersonenstücks sorgten dank der großartigen schauspielerischen Leistung von Ansgar Wilk (Leo) und Noa Kaiser (Jojo) für zahlreiche Lacher, wodurch die rund einstündige Inszenierung äußerst kurzweilig und unterhaltsam geriet.
Nach der Aufführung gab es noch die Möglichkeit den beiden Schauspielern und dem Techniker, der hinter der Bühne agierte, Fragen zu stellen, wovon ausgiebig Gebrauch gemacht wurde. Die Schülerinnen und Schüler interessierte beispielsweise, wie man denn ernst bleiben kann, wenn man etwas Lustiges spielt oder wie man seine Stimme schont, da man doch als Schauspieler oft laut sprechen muss. Aber auch Fragen zur Inszenierung, zum Bühnenbild oder auch zum Beruf des Schauspielers wurden bereitwillig beantwortet.
Die Fachschaft Deutsch bedankt sich beim Elternbeirat, der diese Veranstaltung großzügig finanziell unterstützt hat.
Andrea Hingsammer






