Theateraufführung am Hallertau-Gymnasium

Mit dem Theaterstück Krabat in der Bühnenfassung von Nina Achminow verwandelte der Wahlkurs Schulspiel des HGW die Aula in eine geheimnisvolle Zaubermühle und zog das Publikum wortwörtlich in ihren Bann.

Zwischen magischen Sprüchen, düsteren Gestalten und überraschend viel Humor bewiesen die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, dass in ihnen echtes Bühnentalent steckt. Selbst der Meister mit fehlender Sehkraft, aber scharfen Adlerauge und voluminösen Brauen, gespielt von Sophie Fuchs, hätte wohl anerkennend genickt – auch wenn er vermutlich noch den einen oder anderen Zaubertrick ergänzt hätte.

Das Buch von Ottfried Preußler kennt vermutlich jedes Kind: Krabat ist ein armer Waisenjunge, der auf geheimnisvolle Weise zu einer Mühle im Koselbruch gerufen wird. Dort wird er Lehrling des Meisters und lernt zusammen mit anderen Gesellen nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die Schwarze Magie. Schon bald merkt Krabat jedoch, dass die Mühle ein düsteres Geheimnis verbirgt: Jedes Jahr in der Silvesternacht muss einer der Gesellen durch die Hand des Gevatters, furchteinflößend authentisch verkörpert von Aurelia Waller, sterben, damit der Meister seine Macht behält. Der Knabe beschließt, sich gegen den Meister aufzulehnen. Dabei helfen ihm seine Freunde Tonda (Toni Staudner) und Juro (Amelie Mayer), aber vor allem die Liebe zu einem Mädchen, der Kantorka (Emily Nitsche). Durch ihren Mut und ihre aufrichtige Liebe gelingt es schließlich, den Fluch zu brechen. Der Meister verliert seine Macht, die Mühle wird zerstört und die Gesellen sind endlich frei.

Dienstag und Mittwoch bot sich dem zahlreichen Publikum eine meisterhafte Inszenierung mit atemberaubender Bühnenbeleuchtung und zahlreichen kreativen Elementen. Beispielsweise wurden die Besucher Zeugen eines Ochsen (Tobias Thalmeier und Robin Backhaus) mit einem Hüftschwung, der Shakira in den Schatten stellt. Nicht zu vergessen, die überragenden schauspielerischen Leistungen der Darsteller. Allen voran Loki Heßler als Krabat, welche durch einen Blick in ihr Innerstes das Publikum von Minute 1 an in die Geschichte miteinbezog. Die Zuschauer belohnten die gelungene Aufführung mit großem Applaus. Nicht nur Theater, sondern ganz großes Kino!

Paulina Krätschmer, Barbara Hölzl und Helena Huber Q12

Schultheater begeistert mit gelungener Neuinszenierung von „Krabat“

Im Kinder- und Jugendbuch „Krabat“ von Ottfried Preußler verschreibt sich der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat als Lehrling in einer unheimlichen Mühle der schwarzen Magie. Hier herrscht der Meister, für dessen Weiterleben jedes Jahr ein Geselle sterben muss. Nach dreijähriger Ausbildung befreit Krabat sich und die anderen Gesellen durch wahre Freundschaft, die Liebe eines Mädchens und seine Standhaftigkeit aus den Fängen des Meisters. Ottfried Preußler schrieb zehn Jahre lang an dem Roman und veröffentlichte ihn schließlich 1971.

Der Wahlkurs „Schulspiel“ unter der Leitung von Herrn Florian Greiner, gibt den Kinderbuchklassiker in einer Bearbeitung von Nina Achminow zum Besten. Bühnenbild. Plakat und Kostüme erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler selbst!

Es gelang dem Wahlkurs mit Hilfe von Licht- und Toneffekten, die mystische Stimmung sehr gut einzufangen. Jedoch gab es auch immer wieder auch lustige bzw. sehr lustige Szenen, wie einen tanzenden Ochsen oder kämpfende Hühner zum Soundtrack „Kung fu Fighting“! Schauspielerisch überzeugten die noch jungen Talente ausnahmslos. Hervorzuheben in ihrer Rolle als Krabat ist Loki Heßler aus der 10a, die auch schon in anderen Inszenierungen überzeugte.

Insgesamt erlebten die zahlreichen Besucher zwei sehr stimmige Theaterabende, die sicher zu den Highlights der letzten Jahre zu zählen sind! Gratulation an Hrn. Greiner und sein Team!

Christian Kuttler